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Woran es liegt

Sie: Ich leide darunter, dass er mit mir so wenig spricht.

Er: Ich weiß gar nicht, was sie von mir will. 

Ein in der Regel zuverlässiges Anzeichen, dass etwas nicht stimmt, ist meistens eine gestörte oder als eingeschränkt erlebte Kommunikation. Die täglichen Mißverständnissse und Reibereien haben zugenommen. An Lapalien entzünden sich kleinliche Wortgefechte. Vorwürfe und wechselseitige Rechtfertigungen prägen den Gesprächsstil. Versuche vernünftig über die Ehe- bzw. Partnerprobleme zu reden, scheitern, drehen sich im Kreis oder bleiben immer an den gleichen Stellen stecken.

Manchmal fährt sich die Lebensform des Paares auch zu einer Kultur des Sich-Aus-Dem-Weg-Gehens fest. Außer über Belanglosigkeiten tauscht man sich kaum mehr aus. Die Partner geben sich freudlos ihren Alltagsroutinen hin ohne wirklich miteinander im Kontakt zu sein. Über heikle Themen wird nicht mehr gesprochen. 

Ebenso können allzu starre Rollenbilder oder zu hoch gesteckte Erwartungen aneinander eine ehemals lebendige Partnerschaft zum Erliegen bringen. Erleben sich die Partner nur noch auf bestimmte Verhaltensmuster oder Pflichten fest gelegt, kommt nicht selten ein Gefühl von emotionaler Leere auf. Die Folge ist manchmal das Eingehen von sexuellen Aussenbeziehungen oder es wird auf andere zur Verfügung stehende Lückenbüßer (z.B. erhöhter Alkoholkonsum) zurückgegriffen. 

Was also tun, wenn man in der Sackgasse gelandet ist?

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